Vorhang auf und Premiere für Atemschutz Schwentinental: Mit einer großen Übung am Wasserkraftwerk I an der Rastorfer Mühle probten die Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr Schwentinental erstmalig gemeinsam in dieser neuen Atemschutzgruppe ihre Zusammenarbeit bei der Menschenrettung und Brandbekämpfung.

Hierzu hatten sich die Gruppenführer René Tausche (FF Klausdorf) und Marcel Srock (FF Raisdorf) das Wasserkraftwerk flussabwärts der Obstquelle als geeignetes Objekt ausgesucht. René und Marcel verantworten als Gruppenführer in ihren jeweiligen Ortswehren unter anderem als Aufgabenschwerpunkt den Atemschutzeinsatz, daher hatten sie auch zusammen diese Atemschutzübung ausgearbeitet.

Das Szenario: In dem an das Wasserkraftwerk angrenzenden Betriebsgebäude war es zu einer starken Verpuffung gekommen. Mehrere Personen wurden im Gebäude als vermisst gemeldet.

Eine Nebelmaschine, die von Anja Schlotfeldt aus Klausdorf professionell bedient wurde, produzierte hierzu den entsprechenden Qualm. Das sah so echt aus, dass des Weges kommende Spaziergänger tatsächlich glaubten, im Gebäude würde es brennen!

Nach dem Eintreffen der Atemschutzgeräteträger wurde dann schnell die Löschwasserversorgung aufgebaut und einzelne Atemschutzgeräteträger drangen zur Erkundung in das Gebäude vor.

Verunfallte Personen, dargestellt durch Puppen, konnten schnell ausfindig gemacht und an den (fiktiven) Rettungsdienst übergeben werden. Die Atemschutzüberwachung klappte einwandfrei. Die neuen Headsets mit Mikrofon funktionierten ohne größere Störungen. Die beiden Gruppenführer Jan Olsson (FF Klausdorf, links im Bild), René Stiem (FF Raisdorf, rechts im Bild) und Gemeindewehrführer Martin Schlüter (Bildmitte) zeigten sich über den Verlauf der Übung dann auch sehr zufrieden.

Ein Dank geht an unseren Klausdorfer Kameraden Roger Mayer, der als Mitarbeiter der Stadtwerke Kiel die Übung am Wasserkraftwerk I an der Schwentine ermöglicht hatte. Alles in allem ein gelungener Auftakt von Atemschutz Schwentinental, der nach einer Fortsetzung ruft: Bei einer der nächsten Übungen soll es um die Vereinheitlichung des Atemschutz-Notfallkonzeptes gehen. Dazu dann später einmal mehr an dieser Stelle.
Zu guter Letzt…
Am Ende einer Löschübung oder eines Löscheinsatzes sieht es immer genauso aus, wie nach der Übung von Atemschutz Schwentinental am Wasserkraftwerk I (Foto): Schläuche über Schläuche – wer soll sich in diesem ganzen Chaos noch zurechtfinden?

Die wohl unbeliebteste Aufgabe von uns Feuerwehrleuten ist daher das „Schläuche rollen“. Da rettet man doch lieber die Puppen, welche bei einer Übung verunglückte Personen darstellen. Der Kamerad, der hier die rote Puppe locker über seiner Schulter wegträgt, verdient übrigens hohen Respekt, denn so eine Puppe wiegt einiges an Gewicht!

Respekt zu zollen ist darüber hinaus denjenigen Kameraden, die nach der anstrengenden Übung am Wasserkraftwerk noch die Kraft fanden, unter Atemschutz (!) im Raisdorfer Feuerwehrhaus Völkerball zu spielen!

Hut ab, liebe Kameraden! Für diese Fitness können wir nun wirklich nur unseren größten Respekt zollen! Eure Pressesprecher
André Schulz – Pressesprecher Feuerwehr Klausdorf
Gunnar Gradert – Pressesprecher Feuerwehr Raisdorf